Bedürfnisse — Kompromisse

Die optimale Lösung gibt es nicht. Jeder hat andere Bedürfnisse und Prioritäten. Im Gespräch mit anderen Segler und mit der Erfahrung an Bord haben wir unsere Kompromisslösung ausgewählt. Die Hauptenergiequelle sollte aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Quellen stammen. Mit dem Ziel möglichst lange autonom zu sein. Die Wahl nach Sonnen- und Windenergie war bald getroffen.

Wir haben ein System zusammengestellt, dass uns täglich zwischen 2-8kWh Energie aus Sonne und Wind liefert. 8 Solarpanele à 130W, insgesamt 1040W bzw. 360 Ah pro Tag im Durchschnitt und 2 Windgeneratoren à 350W die 2 x 0 - 150Ah pro 24h je nach Windstärke produzieren.

Für technisch interessierte sind dies total bis zu maximal 720Ah pro Tag bei 12Volt Spannung. Das entspricht 8,6kWh in 24 h. Wenn wir uns nicht einschränken, benötigen wir ca. 3kWh pro Tag. Darin ist elektrisch kochen, backen und die Waschmaschine inbegriffen.

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An Bord sind vier 12 Volt Batterieanlagen. Eine Servicebatterie von 1000Ah, eine Navigations- und Beleuchtungsbatterie von 450Ah und zwei Starterbatterien von jeweils 180Ah für Generator und Motoren.

Die Servicebatterie mit 1000Ah bedient ausschliesslich zwei MassCombi 220 Volt Charger/Inverter die bis zu 4000W im Dauerbetrieb leisten. An dieser Anlage sind sämtliche 220 Volt Verbraucher angeschlossen. Alle Geräte können so ohne Generator betrieben werden.

Die Navigations- und Beleuchtungsbatterie mit 450Ah ist für alle 12 Volt Verbraucher zuständig. Sie versorgt Funkgeräte, Beleuchtung und Pumpen. Diese Anlage verfügt über einen MassCombi Charger/Inverter älteren Baujahres. Im Normalfall fungiert er nur als Ladegerät. Darüber hinaus haben wir mit diesem dritten Inverter eine 220V/2000W Backup-Energiequelle für die Navigationscomputer.

Für den Generator und Heiung haben wir einen zusätzlichen 400 Liter Dieseltank eingebaut.