Von Golfo Aranci nach Calvi - Tag 3
Nach einer ruhigen windstillen Nacht, weht es plötzlich aus Südost mit 5-6 Windstärken. Das nutzen wir aus! Leider nur für gut zwei Stunden. Nun machen sich die Kontraste Korsikas nicht nur zwischen Berg und Meer bemerkbar sondern auch mit dem Wind. Innerhalb 5 Minuten weht es genau von der anderen Seite aus Nordwesten mit 4 bis 5 Windstärken. Zum Glück haben wir im Golfe d'Ajaccio genügend Platz zum aufkreuzen Richtung Insel Sanguinaires. Erfahrungsgemäss wird der Wind Abends nachlassen und wieder eher aus östlicher Richtung wehen. Also weiter an den Iles Sanguinaires, eine Kette von Inseln, von Türmen gekrönt und von allen Seiten von Klippen umgeben. Sie bestehen aus rosafarbenen Granit und leuchten in der Abendsonne blutrot, daher der Name "sanguinaires
So lassen wir den Golfe d'Ajaccio hinter uns und segeln um den nächsten Cap de Feno um in den Golf de Sagone hinein zu fahren. Leider spuckt der Autopilot und quittiert den Dienst mit der "drivestop" Meldung. Handarbeit ist wieder gefragt. Innerhalb des Golfe de Sagone finden wir im Port provencal, das trotz dem Namen kein Hafen ist, einen geeigneten Ankerplatz. Bei der Inspektion des Autopiloten fällt die durchgebrannte Sicherung auf. Sie war letztes Mal mit einer 4A statt einer 5A ersetzt worden. Versuchshalber setzen wir wieder eine 4A (5A haben wir zur Zeit keine an Bord) ein. Schliesslich arbeitete der Autopilot damit schon einige Wochen. Passieren kann ja nicht viel.