Überfahrt zu den Balearen

Windflaute, Motoren, Thunfisch gefangen, Ankunft bei Nacht, Mahòn, Guido der Menorquiner, Lord Nelson
Die Überfahrt von Olbia zu den Balearen dauerte vier Tage. Meist war der Wind sehr schwach und das Meer flach. Auf ruhiges Wetter haben wir bewusst gewartet. Corinne und ich genossen die Stille nach den anstrengenden letzten Wochen. Das Gleiten über das flache Meer kosteten wir in vollen Zügen aus. Die Heizung erwies sich als sehr angenehm. Vor allem Nachts beim Wache halten. Da wir das Boot auch von innen steuern können.
Zwischen Sardinien und Menorca fingen wir einen schönen Thunfisch. Auch wenn es uns schwer fällt diese schönen Tiere zu töten, sind wir dankbar für dieses Geschenk der Natur.IMG_0702

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Es ist herrlich diese Freiheit zu erfahren. Energie von Sonne und Wind, Trinkwasser vom Regen und Essen vom Meer. Die Inspirity lässt sich vom Winde zum Ziel gleiten.
Menorca erreichten wir morgens um drei Uhr. Die Nacht war klar und so konnten wir Eingangs Mahon in der Cala Taulera ankern.IMG_0725
Der neue Breitbandradar war hilfreich und zeigte sogar einzelne Bojen, die wir von blossem Auge nicht wahrnehmen konnten. Ermüdet und froh angekommen zu sein, liessen wir den Anker fallen und schliefen tief und fest bis spät in den Morgen hinein. Dort blieben wir einige Tage um weitere Arbeiten am neuen Dach zu erledigen. Wir räumten die Kabinen auf um unsere Freunde aus Deutschland, die in Palma de Mallorca zusteigen werden, empfangen zu können.

In der zweiten Nacht kam das erwartete Unwetter. Wie die Wetterprognosen vom Deutschen Wetterdienst Hamburg, die wir über Kurzwelle als Fax empfangen, vorausgesagt hatten. Wir mussten wegen drehenden Windböen von bis zu 52 Knoten drei mal den Anker neu setzen, weil er auf den schlechten Grund nicht gut hielt. Mit uns zirkelten drei weitere Yachten in der engen Bucht. Nach einigen Stunden war der Spuk vorbei und die Windböen verloren an Stärke. Niemand kam zu Schaden und wir legten uns wieder in die Kojen. Auch in dieser Nacht waren wir froh über die Heizung und die neue Windschutzscheibe vor dem Steuerrad.

Am nächsten Morgen sahen wir Guido auf seinem kleinen offenen Katamaran stehen. Auch er hatte in der Nacht einiges zu tun. Wir luden ihn zum Kaffe ein. Er erzählte uns seine Geschichte über seine Segelleidenschaft mit leuchtenden Augen. Wir konnten ihn gut verstehen, denn wir teilen seine Träume.

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Wir schlossen schnell Freundschaft und er bot sich an, uns am nächsten Tag nach Mahon zu begleiten. Er zeigte uns den Markt und andere Einkaufsmöglichkeiten. Am nächsten Morgen hatte er sogar ein Auto besorggt und fuhr uns in die Stadt. Bereitwillig erklärte uns Guido interessantes über Menorca, die Insel des Windes. Während Mallorca eine 'deutsche' Insel ist, sind auf Menorca vor allem die Engländer, die das Land mit den Menorquinen bewohnen. An der Nordseite der Bucht von Mahon befindet sich das Haus von Lord Nelson, der berühmte englische Admiral. Dazu reihen sich viele Villen aneinander, wetteifernd um den besten Platz. Neben den sehr gepflegten Villen verteidigen einige Gebäude ihren alten Platz mit Stolz, auch wenn die Zeit nicht spurlos an ihnen vergangen ist.

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Das Lieblingsgetränk in Menorca ist Gin. Früher war Ciutadela die Hauptstadt doch der Hafen ist sehr schmal und so wurde später Mahon mit der grossen Bucht als Hauptstadt ernannt. Hier können grosse Fähren und Kreuzfahrtschiffe anlegen. Sehr viel Platz bleibt aber auch hier nicht zum manövrieren, wie wir bei einem Dinghy Ausflug feststellten.

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Wir genossen den Aufenthalt in Mahon sehr und werden bestimmt, mit unseren Freunden, wieder hierher segeln.